Datenrettung von Flash-Speicherkarten,  Datenrettung von Raid - Massive, Datenrettung von Festplatten

 

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Datenrettung von Raid - Massiven

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Einführung:

Die Technologie zur Erhöhung der Zuverlässigkeit von großen Datenmassiven auf Festplatten heißt RAID - Redundant Array of Inexpensive Disks oder auch aus Zwecken des Marketings Redundant Array of Independent Disks und bedeutet "Redundante Festplatten zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit und der Zuverlässigkeit". Redundanz ist nicht immer gleichbedeutend mit einhundert prozentiger Zuverlässigkeit der Datenspeicherung. Bei einem Systemdefekt hervorgerufen durch den Ausfall des RAID-Controllers erweist sich die Wiederherstellung der Daten schwieriger und aufwändiger als die Rekonstruktion der Daten von einer einzelnen Festplatte. In einem solchen Fall ist ein hoher zeitlicher Aufwand erforderlich. Gegebenenfalls sind spezielle Softwaremodule zu erstellen, um die über mehrere Festplatten verteilten Daten wieder zusammenzufügen.

Betrachtung der wesentlichen Eigenschaften der RAID Level hinsichtlich Zuverlässigkeit und Komplexität der Datenrettung.

RAID Level 0
RAID-0 ist kein System zur Erhöhung der Zuverlässigkeit, aber geeignet zur Erhöhung der Systemproduktivität. In einem normalen Festplattenlaufwerk werden die Daten solange auf das System geschrieben bis dessen Kapazität erschöpft ist. Bei einem RAID-0 werden mehrere gleiche Festplatten zu einem durchgehenden Massiv zusammengeschaltet. Wenn das RAID-0 zum Beispiel aus vier Festplatten zusammengesetzt wird, dann werden die Daten zuerst auf die erste Spur der ersten Festplatte, danach auf die erste Spur der zweiten Festplatte, die erste Spur der dritten Festplatten und die erste Spur der vierten Festplatte geschrieben. Danach beginnt die Aufzeichnung der zweiten Spur der ersten Festplatte usw. Damit erreicht man in der Regel eine hohe Systemleistung des Festplattenmassivs. Im Falle eines Defektes auf einer Festplatte müssen die Daten aller vier Festplatten wiederhergestellt werden. Damit ist RAID-0 das Level mit der höchsten Geschwindigkeit und infolge der fehlenden Redundanz das RAID Level mit der niedrigsten Zuverlässigkeit der Datenhaltung.

RAID Level 1
Diese Methode besteht in der Spiegelung / Duplizierung von Daten und technischen Komponenten. Für die Daten auf einer Festplatte wird eine Kopie der Daten auf einer analogen zweiten Festplatte angelegt und neben der Festplatte auch die Adapterplatte und das Gerätekabel dupliziert. Diese Methode der Datenspiegelung ist eine zuverlässige Methode zur Gestaltung eines ausfallsicheren Festplattensystems und wird in großem Umfang in der Praxis verwendet.

RAID Level 2
Bei RAID-2 werden die Daten bit weise auf die Festplatten des RAID Massivs geschrieben. Das erste Bit wird auf die Festplatte 1 das zweite Bit auf die Festplatte zwei usw. geschrieben. Die Systemredundanz wird über zusätzliche Festplatten erreicht auf die die Fehlerkorrekturkodes geschrieben werden. Die Implementierung von RAID-2 ist technisch aufwendig. Ein Festplattenmassiv von sechzehn bis zweiunddreißig Festplatten benötigt drei zusätzliche Festplatten zur Abspeicherung der Fehlerkorrekturkodes. RAID-2 Systeme sind produktiv und zuverlässig, ihr Haupteinsatzgebiet ist auf wissenschaftliche Anwendungen beschränkt, die einen sehr großen Speicherbedarf an Festplatten haben. In File Server Systemen wird RAID-2 aktuell nicht verwendet.

RAID Level 3
Bei RAID-3 werden die Daten byteweise sequentiell auf die Laufwerke des RAID Massivs geschrieben. Die Redundanz für Fehlererkennung und Fehlerkorrektur erfolgt über ein zusätzliches Laufwerk, das mit den Prüfsummen (XOR - Exclusives Oder) der Daten beschrieben wird. Damit werden die Daten auf unterschiedliche Festplatten "aufgestrippt" wodurch ein sehr schnelles Lesen der Daten ermöglicht wird. Die XOR - Segmente auf der zusätzlichen Festplatte gestatten die Fehlererkennung im RAID Massiv. Die Erkennung des fehlerhaften Laufwerkes erfolgt mittels spezialisierter Software. RAID-3 ist speziell für lange Datenblöcke geeignet. Dabei kann zu einem bestimmten Zeitpunkt immer nur eine Aufzeichnungs- oder eine Wiedergabeoperation erfolgen.

RAID Level 4
RAID-4 ist analog RAID-3 mit dem Unterschied, dass die Daten blockweise auf das Festplattenmassiv verteilt werden. Die XOR - Prüfsummen werden aber weiterhin auf eine spezielle Festplatte aufgezeichnet. RAID-4 eignet sich für kurze Datenblöcke mit hoher Wiedergabehäufigkeit der Blöcke, wobei bei kurzen Blöcken mehrere Wiedergabeoperationen gleichzeitig ausgeführt werden können. Aufzeichnung ist nur für eine Operation möglich, da RAID-4 auf die spezialisierte Prüfsummen - Festplatte angewiesen ist.

RAID Level 5
Bei RAID-5 erfolgt eine blockweise Datenaufteilung und Verteilung der XOR - Prüfsummensegmente über alle Festplatten des RAID Massivs, so dass gleichzeitig mehrere Aufzeichnungsoperationen vorgenommen werden können. RAID-5 ist auch für kurze Blocklängen gut geeignet und in der Praxis weit verbreitet.

RAID Level 7
Dieses Level entwickelt von Storage Computer ist im Grunde genommen kein selbständiges RAID, da keine neue Form der Datenorganisation vorgesehen ist. Die Unterschiede bestehen im Wesentlichen bezüglich des Zugriffs zu den Daten auf die Festplatten. Alle Festplatten - es können bis zu 48 Festplatten angeschlossen werden (46 direkt für Daten, eine Festplatte für die Daten der Paritätsprüfung und eine Festplatte als heiße Reserve) - verfügen über individuelle Kanäle auf die asynchron zugegriffen werden kann. An ein solches System können bis zu zwölf Hosts angeschlossen werden, auf die ebenfalls asynchron zugegriffen werden kann.

RAID Level 10
Bei RAID-10 werden die Technologien von RAID-1 und RAID-0 miteinander verbunden. Bei Level 10 wird mit mindestens vier Laufwerken gearbeitet. Zwei werden zu einem Level 0 Laufwerk zusammengefasst und danach mit den beiden anderen Laufwerken gespiegelt. RAID-10 eignet sich besonders für die redundante Speicherung großer Datenblöcke.

 




 


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