Datenrettung von Flash-Speicherkarten,  Datenrettung von Raid - Massive, Datenrettung von Festplatten

 

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Aufbau der Festplatten

Im von der Firma IBM entwickelten ersten Plattenspeicher befanden sich die Platten und Magnetköpfe gemeinsam mit der sie tragenden Gerätebasis in einem separaten geschlossenen Gehäuse (genannt Datenmodul). Dieser wurde auf die Antriebseinheit aufgesetzt. Dabei wurde im Moment des Aufsetzens automatisch ein Belüftungssystem eingeschaltet, welches gereinigte Luft in das Innere des Datenmoduls zuführte. Die Magnetköpfe wurden dank ihrer geringen Masse mit einer Kraft von 0,1 N an die Oberfläche der Festplatte angepresst. Bei der Drehung der Platten entstand zwischen der Oberfläche der Platte und den Magnetköpfen ein Luftkissen, das zu einem Luftspalt von etwa 0,5 mkm fuhrte. Damit war die Möglichkeit des mehrmaligen Schreibens und Lesens von Daten auf die magnetisch beschichtete Plattenoberfläche gegeben, ohne das die magnetisierte Oberfläche der Platten durch Kontakt mit dem Magnetkopf zerstört wurde.

Der erste in Serienproduktion von IBM hergestellte Plattenspeicher hatte eine Datenkapazität von 16 KByte und enthielt dreißig konzentrische Magnetspuren (im englischen als Cylinder bezeichnet).

modernes festplattensystem

Modernes
Festplattensystem

Bei modernen Plattenspeichern bilden Datenmodul und Geräteantrieb eine konstruktive hermetisierte Einheit (daher der deutsche Begriff Festplatte), so dass gereinigte Luft nicht mehr zugeführt wird. Jedes Festplattensystem enthält ein Paket magnetischer Festplatten, die auf einer Achse montiert sind. In den ersten Geräten wurde mit einer Arbeitsrotationsgeschwindigkeit von 3600 U/Min. gearbeitet. In dem Maße wie die Anforderungen an die Lese- Schreibgeschwindigkeit stiegen, erhöhte sich die Umdrehungsgeschwindigkeit der Platten auf bis zu 7200 und bei schnellen Geräten sogar auf 10 000 Umdrehungen pro Minute. Die Steigerung der Drehgeschwindigkeit des Plattenpaketes ermöglicht generell bessere Leistungsparameter des Festplattenlaufwerkes, wobei die Grenze des Wachstums durch die mechanische Festigkeit der Magnetplatten gegeben ist.

Die Magnetplatten selbst bestehen aus Aluminium-, Glas- oder Keramikscheiben auf deren Oberflächen eine Schicht hochwertigen ferromagnetischen Materials aufgebracht wird. Die Zusammensetzung der Magnetschicht ist kompliziert. Sie wird in der Regel durch Pulverbeschichtung oder Vakuumbedampfung aufgebracht. Für die ersten Magnetplatten wurde als Beschichtungsmaterial Eisenoxid verwendet, gegenwärtig werden sowohl Materialien auf der Grundlage von Eisen und seinen Oxiden, als auch Schichten anderer magnetischer Metalle auf die Platten aufgebracht. Moderne metallische Dünnfilmbeschichtungen garantieren eine hohe Aufzeichnungsdichte bei gleichzeitiger Festigkeit der Plattenoberfläche. Diese Festigkeit spielt insbesondere bei der Anwendung von Festplatten in mobilen Geräten wie Laptops, externen Festplatten und Camcordern, wo eine hohe Wahrscheinlichkeit von Stoßbelastung gegeben, ist eine entscheidende Rolle.

Nach der Beschichtung werden die einzelnen Plattenscheiben noch einer speziellen Oberflächenbehandlung unterzogen. Die bearbeiteten Scheiben werden danach zu Stapeln (Paketen) zusammengefügt (in der Regel besteht ein Paket aus zwei bis zwölf einzelnen Platten), auf eine Achse montiert und in den Spindelantrieb eingebaut. Jede Scheibe hat zwei Arbeitsoberflächen, wobei in manchen Plattenstapeln die beiden äußeren Oberflächen des Plattenstapels aus konstruktiven Gesichtspunkten nicht benutzt werden.

Eine staubarme Umgebung im Inneren der Festplatte für den Plattenstapel und die Magnetköpfe ist weiterhin die Grundvoraussetzung für eine zuverlässige und qualitativ hochwertige Funktion des Festplattenspeichers. Aus diesem Grunde kommen so genannte barometrische Filter zum Einsatz, die Druckunterschiede zwischen der äußeren Umgebung und dem Inneren des Plattenstapels ausgleichen. Wenn der geneigte Leser wünscht, dass eine Festplatte, die ihm gehört lange und zuverlässig arbeitet, so tut er gut daran, das Festplattengehäuse nicht zu öffnen und auch auf dem Gehäuse angebrachte Schutzfolien nicht zu entfernen. Anderenfalls geht er das Risiko ein, dass Reparatur und Datenrettung seiner Festplatte sich sehr kompliziert gestalten.

 

Magnetköpfe

Die Aufzeichnungs-Wiedergabeköpfe gehören zu den wichtigsten Komponenten eines Festplattenspeichers. Die Funktionsweise eines Magnetkopfes für Festplatten ähnelt im Prinzip der wie man sie von einer Magnetbandkassette her kennt. Es werden jedoch sehr hohe Ansprüche an die Magnetköpfe fur Festplattenspeicher gestellt. Ebenso hohe Anforderungen bestehen an die Miniaturisierung der mechanischen Kopfabmessungen.
    Im Arbeitszustand befindet sich der Magnetkopf immer in einem wenn auch sehr geringen Abstand von der jeweiligen Oberfläche der Festplatte (ca. 0,13 mkm). Der Abstand wird durch den bei der schnellen Drehung des Plattenstapels entstehenden Luftstrom erzeugt und führt dazu dass der Magnetkopf über der Plattenoberfläche "fliegt". Die Verringerung der Spaltbreite zwischen Magnetkopf und Plattenoberfläche erhöht das Wiedergabesignal und gestattet mit einem geringeren Aufzeichnungsstrom zu arbeiten. Die Beständigkeit des Systems gegen Vibrations- und Stoßbelastung wird jedoch geringer. Trotzdem werden ständig Anstrengungen durch die Festplattenproduzenten unternommen den Abstand zwischen Magnetkopf und Platte zu verringern, so dass in naher Zukunft mit Spaltbreiten von bis zu 0,05 mkm gerechnet wird. Der Spalt zwischen dem Magnetkopf und der Plattenoberfläche im Arbeitszustand führt dazu, dass im Ruhezustand des Systems der Magnetkopf außerhalb der Arbeitszone der Festplatte "geparkt" werden muss. Ältere Festplatten verfügten dazu über eine spezielle Software, die vor dem Herunterfahren des Computers gestartet wurde. Moderne Geräte fahren beim Abschalten der Betriebsspannung die Magnetköpfe automatisch in die Parkzone.

Bei der Herstellung der Magnetkopfe werden drei unterschiedliche technologische Varianten angewendet - das monolithische Verfahren, die Anwendung von Komposittechnologie und die Dünnfilmtechnologie.

Monolithische Magnetköpfe werden aus Ferriten hergestellt. Ferrite sind schwer zu bearbeiten und spröde, so dass ihr Einsatz in modernen Magnetkopfsystemen mit hoher Aufzeichnungsdichte nur beschränkt möglich ist. In Neuentwicklungen sind aus Ferriten gefertigte Magnetkopfe kaum noch anzutreffen.

Magnetkopfe auf Kompositbasis haben kleinere mechanische Abmessungen als monolithische und bestehen aus einem auf einer Glas- oder Keramikunterlage aufgebrachten Ferritsystem. Damit konnten der Luftspalt zwischen Magnetkopf und Festplattenoberfläche verringert und die Aufzeichnungsdichte erhöht werden. Manchmal wird auch anstelle eines Luftspaltes im Magnetkern des Kopfes der Spalt durch Metall ausgebildet. Diese Maßnahme führte zur weiteren Erhöhung der Aufzeichnungsdichte durch eine bessere Magnetfeldkonfiguration.

Magnetköpfe auf Grundlage der Dünnfilmtechnologie werden mit fotolithografischen Verfahren hergestellt. Dabei wird der Magnetkern des Kopfes auf einer keramischen Oberfläche ausgebildet, wodurch Magnetköpfe mit extrem kleiner Magnetspaltbreite hergestellt werden können. Mit dieser Technologie können höchste Aufzeichnungsdichten und sehr schmale Spurbreiten erreicht werden.

Magnetkopfantrieb

Der Magnetkopfantrieb (Head Positioner) gehört zu den wichtigsten Systemen einer Festplatte. Vom Typ des verwendeten Magnetkopfantriebs hängt direkt die Leistungsfähigkeit des Festplattensystems ab. Durch den Magnetkopfantrieb wird die Kopfpositionierzeit (Seek Time) der Festplatte bestimmt. Zur Kopfpositionierung werden gewöhnlich Schrittmotoren, die eine hohe Positioniergenauigkeit gewährleisten, verwendet. Zwei Antriebsvarianten kommen dabei zum Einsatz lineare Antriebe und Rotationsantriebe. Rotationsantriebe bewegen sich auf einem Bogen über die Oberfläche der Festplatte, während durch den Linearantrieb die Magnetköpfe sich längs dem Radius der Festplatte bewegen. Ein Vorteil des Linearantriebs ist dadurch gegeben, dass der Luftspalt des Magnetkopfes stets senkrecht zur Magnetspur auf der Plattenoberflache steht und der Spurabstand zwischen den Spuren gleich bleibt. Demgegenuber haben Rotationsantriebe eine geringere Masse und als folge kürzere Positionierungszeiten. Ein weiterer Vorteil der Rotationssysteme besteht in ihrer geringeren Anfälligkeit gegen Stöße und Vibrationen und in der Möglichkeit einer feineren Justierung als bei Linearsystemen.

Zur schnellen Positionierung der Magnetköpfe werden in modernen Festplattensystemen die Antriebe als Servoantriebe ausgebildet. Dabei werden spezielle Datenkodierungen auf einer eigens dafür reservierte Plattenoberfläche oder / und auf die zur Datenspeicherung vorgesehenen Plattenoberflächen geschrieben und zur Positionierung der Magnetköpfe ausgelesen und ausgewertet. Es wird dabei in Abhängigkeit von der Art der Speicherung der Servoinformation zwischen externen, integrierten oder hybriden Servosystemen unterschieden.

Bei externen Servosystemen wird die Servoinformation auf dafür reservierten Festplattenoberflächen aufgebracht und mit speziell dafür bereitgestellten Magnetköpfen gelesen und die Informationen entsprechend ausgewertet. Derartige Systeme erhöhen den Preis der Festplatteneinheit, sie sichern jedoch kurze Positionierzeiten und eine hohe Zuverlässigkeit.

Integrierte Servosysteme schreiben die entsprechenden Informationsdateien zwischen den Datenblöcken auf die Arbeitsoberflächen der Festplatten. Diese Systeme sind preiswerter, weniger anfällig gegenüber mechanischen Einwirkungen und Temperaturschwankungen, sind jedoch langsamer als externe Servosysteme.

Hybride Servosysteme schreiben die Positionierungsdaten auf die Oberfläche jeder Festplatte und nutzen damit die Vorteile sowohl der externen als auch der internen Systeme.

Integrierte Festplattencontroller

Jedes Festplattensystem ist neben dem Plattenstapel und dem Antriebssystem noch mit einem integrierten Festplattencontroller in Form einer speziellen Leiterplatte ausgestattet. Der Integrierte Controller steuert die Antriebssysteme für den Plattenstapel und die Magnetköpfe und übernimmt die Bearbeitung und Verarbeitung der Signale der Aufzeichnungs- und Wiedergabeköpfe. Weiterhin übernimmt der Controller die Abarbeitung der Kommandofolgen für die Festplatte. In modernen Festplatten, die gemaß dem Energy Star Programm hergestellt werden übernimmt der Controller auch Energiesparfunktionen, wie das Abschalten des Festplattenantriebs bei ausbleibenden Kommandofolgen an die Festplatte. Bei Ausfall des integrierten Controllers wird durch Einsatz eines Spendecontrollers versucht die Daten von der Festplatte zu lesen und gegebenenfalls auch die Festplatte zu einem "zweiten Leben" zu erwecken.

Festplattenabmessungen

Bezogen auf ihren Durchmesser werden vier und bezogen auf ihre Bauhöhe drei verschiedene Festplattentypen hergestellt: nach dem Durchmesser - 1.8, 2.5, 3.5 und 5.25 Zoll und nach der Bauhöhe - 3.25, 1.63 und kleiner als ein Zoll.

 




 


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